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Erfahrungsbericht der Jagdgemeinschaft Revier Osterfeine

06. 06. 2020

Wir haben in den letzten Jahren immer wieder Flächen abgesucht um Kitze und andere Wildtiere vor dem Mähtod zu retten. Seit einigen Wochen setzen wir nun die neueste Drohnentechnik erfolgreich ein. Dadurch ist es uns möglich größere Flächen effektiver abzusuchen. Unsere Suche erstreckt sich nicht nur auf unser eigenes Revier sondern auch auf die Nachbarreviere. Da wir aber noch nicht so lange mit der Drohne tätig sind hoffen wir darauf das unser Angebot sich herumspricht und wir weitere Anfragen von Landwirten, Lohnunternehmen und Jägern bekommen. Über unseren Hegering werden jährlich große Transparente an den Straßen aufgestellt auf denen die Landwirte darauf hingewiesen werden sich an die Jägerschaft zur Kitzsuche zu wenden. Unser Einsatz ehrenamtlich und kostenlos.

 

Nach unserer Erfahrung muss die Suche möglichst in den frühen Morgenstunden erfolgen weil da der Kontrast zwischen warm und kalt am besten zu erkennen ist. Als sehr sinnvoll hat sich die Kommunikation zwischen den Teammitgliedern über Walkie Talkie herausgestellt. Auch ein zusätzlicher größerer Monitor hat guten Erfolg gebracht weil dann der Pilot sich auf das fliegen der Drohne und die Helfer auf das finden konzentrieren können. Wir arbeiten mit Eierkartons die wir mit Gras befüllen und dann ein gefundenes Kitz in den Karton setzen. Ausreichend Luftlöcher sind in den Kartons schon vorhanden. Der Karton wird dann mit dem Kitz im Schatten an einer geeigneten Stelle abgesetzt um zu verhindern das das Kitz wieder in die Fläche zieht. Es ist also wichtig das die Mahd zeitnah nach der Suche stattfindet. Danach wird das Kitz wieder ausgesetzt damit es von der Ricke gefunden wird.

 

Einsatzgebiet:

Unser Einsatzgebiet ist natürlich das eigene Revier in 49401 Damme – Osterfeine am Dümmer See gelegen. Unser Revier umfasst 1300 ha dazu kommen Nachbarreviere im gesamten Hegering Damme und auch darüber hinaus zur Kitz und Jungwildrettung.

 

Teamgröße:

Wir sind 5 Drohnenpiloten die an der Drohne geschult wurden und dazu kommen weitere Helfer. Somit sind wir immer für den Einsatz bereit.

 

Suchentechnik:

Vor Ort programmieren wir die Flugroute unserer Drohne für die abzusuchende Fläche. Es wird dann eine automatische Rastersuche durchgeführt die jederzeit auch manuell gesteuert werden kann. Eine Flughöhe von ca. 40 Meter hat sich dabei für uns als geeignet herausgestellt. Als Darstellung nutzen wir das Bild-in-Bild verfahren.

 

Eingesetzte Drohnentechnik:

Wir arbeiten mit der Yuneec Typhoon H520 Drohne und der E10T Wärmebildkamera 320p 34 Grad mit der ST16S Fernbedienung und zusätzlich noch einer Skyview Brille. Auch stehen und 5 Akkus zur Verfügung damit die Einsatzzeit deutlich erhöht werden kann. Alles in allem haben wir für Technik und Schulung einen Betrag in Höhe von über 8000,00 Euro investiert.

 

Da wir ja wie schon beschrieben ein noch recht junges Team sind haben wir mit unserer neuen Technik bis jetzt 4 Kitze, etliche Hasen und einige Gelege vor dem sicheren Mähtod gerettet. 

 

Über eine Unterstützung vom NWR würden wir uns sehr freuen und ich kann Ihnen versichern das diese direkt wieder der Wildtierrettung zugute kommen würde.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Erfahrungsbericht der Jagdgemeinschaft Revier Osterfeine

Fotoserien zu der Meldung


Einsatzfotos der Kitzrettung Osterfeine (08. 07. 2020)

Kitzrettung Osterfeine